2018: Ein sensationelles Jahr für den Bau

Die deutsche Bauindustrie beschäftigt dieses Jahr mehr als 2 Millionen Menschen und beobachtet Umsatzzuwächse von 4 bis 7 Prozent. Letztes Jahr wurde schon über ein Boomjahr beim Bau gesprochen, doch 2018 übertrifft die letztjährigen Auftragszahlen bei Weitem.

2018: Ein sensationelles Jahr für den Bau (Foto: JD Hancock)
2018: Ein sensationelles Jahr für den Bau (Foto: JD Hancock)

2018: Ein hervorragendes Jahr für den Bau

Komplett ausgelastet. Deutsche Baufirmen können sich kaum vor Aufträgen retten und machen rekordverdächtigen Umsatz. Den Kunden bleibt deshalb keine andere Wahl als lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen.

Immobilienverbände und Interessengruppen haben große Erwartungen für das Jahr 2018. Jeder weiß, dass der Markt nicht ewig so weiter wachsen kann. Doch im Moment sieht alles super aus!” Helmut Freitag, Immobilienexperte bei der GREAT AG in Langenhagen bei Hannover teilt seine Perspektive.

“Sie werden Immobilien- und Baufirmen wachsen sehen.” Laut dem Vorstand der GREAT AG werden große Unternehmen im Bausektor im Schnitt 20 neue Mitarbeiter einstellen. Das ist auch kein Wunder: Schließlich erwarten deutsche Bauherren ein Umsatzplus von 7 Prozent dieses Jahr. Kleine Betriebe erwarten gleichzeitig ein Umsatzwachstum von 4 Prozent.

Die Zukunftsprognose von Helmut Freitag macht auch gute Laune für die kommenden Jahre: “Letztes Jahr hat die Bauindustrie es nicht geschafft, die von der Politik als notwenig empfundenen 400.000 neue Wohnungen fertigzustellen. Wir hinken hinterher! Das bedeutet viel Raum für Wachstum – auch in den nächsten Jahren!”

Allerdings profitieren nicht alle, die auf dem Bau arbeiten. Die vielen Handwerkerberufe und Kleinbetriebe mit weniger als 15 Mitarbeitern verzeichnen stagnierende bis rückläufige Zahlen. “Der Markt spaltet sich zunehmend. Lokale, handwerklich ausgelegte Betriebe haben Schwierigkeiten Aufträge zu bekommen,” erklärt Helmut Freitag von der German Real Estate Asset Trust bei Hannover. Auch interveniert die Polik zunehmend in die (unvermeidbar) steigenden Mieten, was am Ende die Immobilienbestizer stark benachteiligt (Stichwort: Mietpreisbremse).

Deutschlands Investitionen in Bau und Immobilien sind stark von privaten Anlegern geprägt. Diese bevorzugen am liebsten eine Komplettlösung, mit der sie so wenig Zeit wie möglich investieren müssen. So einen Service können kleine Firmen nur selten anbieten, große Immobilienunternehmen hingegen schon. Deshalb haben die Handwerkerberufe eine so schwiergie Zeit.

Dennoch, der Markt an sich floriert wie nur selten zuvor. Am schnellsten entwickelt sich der Wohnungsneubau in Berlin.

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